"Weil die Dämonen, die sich selbst ausgeliefert sind und die keine Intelligenz besitzen, sich nach solchen Schlussfolgerungen richten, gehen sie unheilvollen, abscheulichen Tätigkeiten nach, die dafür bestimmt sind, die Welt zu zerstören." (Bhagavad-gita 16.9)
Um diesen Text der Bhagavad-gita zu verstehen, muss man den vorangehenden Vers zur Kenntnis nehmen, in welchem die "Schlussfolgerungen" der Dämonen kurz und bündig aufgezählt werden:
"Sie (die Dämonen) sagen, die Welt sei unwirklich, sie habe keine Grundlage und es gebe keinen Gott, der sie beherrsche. Sie sagen, sie sei durch sexuelles Verlangen erzeugt worden und habe keine andere Ursache als Lust." (Bhagavad-gita 16.8)
Ja, die modernen Philosophien der Agnostiker, Nihilisten und Hedonisten bilden das Fundament, auf welchem die westlichen Zivilisationen gründen. Der Duft der großen weiten Welt ist die Verlockung, der wir erlegen sind. Und diejenigen, die zumindest nach religiösen Standards leben möchten, werden von den regellosen Dämonen als ewig Gestrige verspottet. Länder wie der Iran werden als rückständig charakterisiert, denen "wir" den westlichen Fortschritt bringen müssen.
HDG AC Bhaktivedanta Swami Prabhupada beschreibt in seinen Erläuterungen zum eingangs zitierten Text der Bhagavad-gita die ungeschminkte Wahrheit der Misere. Darum zitieren wir diese Erläuterungen hier jetzt vollinhaltlich:
"Die Dämonen gehen Tätigkeiten nach, die die Welt ins Verderben stürzen werden. Der Herr sagt hier, dass sie unintelligent sind. Die Materialisten, die keine Vorstellung von Gott haben, glauben, sie würden Fortschritte machen, doch gemäß der Bhagavad-gita sind sie unintelligent und ohne jede Vernunft. Sie versuchen, die materielle Welt bis zum äußersten zu genießen, und erfinden daher immer wieder etwas Neuesfür die Befriedigung ihrer Sinne. Ihre materialistischen Erfindungen gelten als Fortschritt der menschlichen Gesellschaft, doch als Folge solcher Erfindungen werden die Menschen immer gewalttätiger und grausamer - grausam zu Tieren und grausam zu anderen Menschen. Sie haben keine Ahnung, wie sie sich anderen Lebewesen gegenüber zu verhalten haben. Daher ist unter solchen dämonischen Menschen das Töten von Tieren etwas Selbstverständliches. Diese Menschen müssen als Feinde der Welt angesehen werden, da sie früher oder später etwas erfinden oder schaffen werden, was allen die Vernichtung bringen wird. Indirekt sagt dieser Vers die Erfindung der Nuklearwaffen voraus, auf die heute die ganze Welt so stolz ist. Jeden Augenblick kann ein Krieg ausbrechen, in dem diese atomaren Waffen verheerenden Schaden anrichten können. Solche Dinge werden einzig und allein für die Zerstörung der Welt geschaffen, und das wird hier angedeutet. Derartige Waffen werden erfunden, wenn die menschliche Gesellschaft gottlos ist; Sie sind nicht für den Frieden und den Wohlstand der Welt bestimmt."
Obwohl wir kein materielles Patentrezept präsentieren können, empfehlen wir dennoch dringend, den Hare-Krishna-Maha-Mantra zu verinnerlichen, weil wir so zumindest Gottesnähe entwickeln, die uns rettet: